2008 und 2009 wandelten meine Frau und ich jeweils ein Woche mit einer Pilgergruppe auf den Spuren des Apostels Paulus. Fotos, Impressionen und Kommentare finden Sie auf folgenden Seiten:


1.  Auf den Spuren des Apostels Paulus in der Türkei  (28.03. – 04.04.2008)

    (Antakya-Myra-Ephesus-Pamukkale-Laodizäa-Kolossä-Perge)  

    http://www.margret.frahling.de/Webseite/Tuerkei_Lykien.html

    http://www.adolf.frahling.de/Webseite/Paulusreise_Ephesus.html

2.  Paulus und die Anfänge des Christentums

    Eine biblische Studienreise des kath. Stadtdekanates Köln  (28.02. - 07.03.2009)

    http://www.adolf.frahling.de/Webseite/Damaskus_Antiochia.html


  1. - Köln - Frankfurt - Damaskus (Souk al-Hamidye, Omayyaden-Moschee, Azem Palast, Kan Assad

    Pascha, Thomas-Tor, Gerade Straße, Haus des Hananias, Kassiounberg)

-  Maalula, Klöster Mar Sarkis u. Thekla (1), Krak des Chevaliers (2), Homs, Apameia (3)

-  Aleppo (Zitadelle, Hallawije-Schule), Antiochia (Antakya/Hatay)

-  Tarsus (Paulusbrunnen, Stadttor, Ulu Camii, Pauluskirche), Issos (333 v.Chr. Alexander-Schlacht) (4)

-  Antakya (Mosaikenmuseum, Petersgrotte, Seleukia)

-  „Tote Städte“, Simeonskloster, Qalb Lhoze (5)

-  Aleppo - Frankfurt - Köln

Auf den Spuren des Apostels Paulus in Syrien und in der Türkei



03.Okt..2017                                                                                                                                             Zur Startseite

Mystisch-universales Christus-Bewusstsein

in den Briefen des Paulus

an die Gemeinden in Ephesus und Kolossä

(Teil III)

Paulus - Fresko in Ephesus

(ca. 470)

3. Pleroma (Fülle): Einheit von Universum - Gott - Menschheit

4.  Das gesamte Universum entwickelt sich. „Wird" auch „Gott"?

„Das Wachstum Gottes wachsen lassen" (Kol 2, 19)

V. Erfahrungsglauben - Erleuchtung - panchristisches Bewusstsein

  Dass Paulus bevorzugt die Wörter „Wachsen" und „Aufbau" verwendet, wenn er seine Vorstellungen von dem  kosmischen Management Gottes darlegt, passt zu seiner Biographie. Er führte ein Leben voller Veränderungen. Entscheidend war seine Erleuchtung und Lebenskehre vor Damaskus. Etwas Neues wollte er aufbauen auf seinen Missionsreisen, Tausende von Kilometern legte er zurück - meistens zu  Fuß, „per pedes apostolorum", auf Eselsrücken oder per Segelschiff. Und so entstanden und wuchsen in Israel, in Syrien, in der Türkei, in Griechenland, auf Zypern, Kreta und Malta christliche Gemeinden heran. Dabei war ihm das Wachsen und Reifen der einzelnen Christen in Glaube, Liebe und Hoffnung ein Herzensanliegen. Besonders im zweiten Teil seiner Briefe sind sehr differenzierte Anweisungen für das individuelle Wachstum in Erkenntnis und Handeln zu finden. Sein Wunsch in der Einleitung des Briefes an die Kolosser umfasst zwei wichtige Grundlinien der Christwerdung: geist-erfülltes verantwortungsvolles Handeln und wachsendes Gottes-Bewusstsein: „Ich höre nicht auf für euch zu beten, damit ihr in jedem guten Werk Frucht tragt und hineinwachst in die Erkenntnis Gottes"  (K 1, 10).

Aus den Briefen an die Gemeinden in Ephesus und Kolossä:

Wachstum des Einzelnen, Aufbau und Wachstum des Leibes Christi und des Einen Kosmischen Hauses Gottes, Mit-Entwicklung des Wachstums Gottes


- Ich höre nicht auf für euch zu beten, damit ihr in jedem guten Werk Frucht tragt und hineinwachst in die Erkenntnis Gottes  (K 1, 10)


- In Jesus Christus wächst  der ganze Bau in einem harmonischen Gleichgewicht zu einem Heiligen Tempel im Herrn" (Eph 2,21)


- Wahrhaftig und in Liebe lassen wir das Welt-All auf IHN hin wachsen, der das Haupt ist, Christus, von dem her der ganze Welt-Leib in einem harmonischem Gleichgewicht gehalten und gefestigt durch jedes Band der Unterstützung - je nach der Energie und dem Maß eines jeden Gliedes - das Wachstum des Leibes schafft zum Aufbau Seiner Selbst in Liebe (E 4, 15.16) 


  1. -Christus, das Haupt, aus dem heraus der ganze Leib, durch Bänder und Sehnen versorgt und zusammengehalten, das Wachstum Gottes wachsen lässt  (Kol 2, 19)

   Kirchliche Verkündigung beschränkt das Wirken Gottes gerne auf bestimmte Zeiten und Räume, auf die Geschichte Israels, das Leben Jesu in Palästina und das sakramentale kirchliche Handeln. Gott habe ein für alle Mal durch Jesus Christus gesprochen, und die göttliche Offenbarung sei mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen - so heißt es. Dieses „depositum fidei", ja das gesamte Heilswerk „Gottes", die Erlösung der Menscheit werde von der (kath. !) Kirche verwaltet und sakramental fortgeführt. Eine solche zeitliche und kirchliche Begrenzung des göttlichen Wirkens wird aber schon in vielen Gründungsurkunden des Christentums überschritten.

  Die spätpaulinischen Briefe an die Gemeinden in Ephesus und Kolossä haben das Ganze der ihnen  damals bekannten Wirklichkeit im Blick, „das Alles" (griech.: ta panta), außer den Juden die Völker der Erde und den gesamten Kosmos. Und unbefangen verwenden sie dafür einen der Gnosis entliehenen Begriff: „Pleroma" - „Fülle". Dieses göttliche Pleroma umfasst und erfüllt Alles, die räumliche und zeitliche Totalität des Seins,  Gott, Universum und Menschheit.

  1. -In Christus wohnt das ganze Pleroma (jedes Pleroma ?) der Gottheit leiblich (K 2, 9)


  1. -Gott hat das ganze Pleroma in Christus wohnen lassen, um das Alles durch ihn zu versöhnen auf

  ihn hin (Kol 1, 19.20)


  1. -Christus ist zuerst hinabgestiegen in die tieferen Teile der Erde und dann aufgestiegen über alle

  Himmel, damit er das Alles erfülle (...) bis alle gelangen in die Einheit der Erkenntnis des Sohnes

  Gottes, in den vollendeten Menschen, in die Vollreife des Pleromas Christi (E 4, 9.10)


  1. -Zu erkennen die Liebe Christi, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet in das ganze Pleroma Gottes hinein (E 3, 18)


  1. -Das Hausmanagement (die Ökonomie) des Pleromas der Zeiten, das Weltall (ta panta) in Christus zu vereinen (E 1, 10)


  1. -Die Kirche, die sein (Christi) Leib ist, das Pleroma dessen, der Alles in Allem erfüllt

  (pleromatisiert) (E 1, 23)

IV. Göttliche Offenbarung - Enthüllung des Mysteriums der Gesamtwirklichkeit

Aus den Briefen des Paulus an die Gemeinden in Ephesus und Kolossä:


-  In aller Weisheit und Einsicht hat Gott uns kundgetan das Mysterium seines Willens (E 1, 9)

-  Der Gott unseres Herrn Jesus Christus gebe euch den Geist der Weisheit und Enthüllung 

    (E 1, 17)

  1. - Gott hat mir gemäß seiner Enthüllung das Mysterium kundgetan (E 3, 3)

  2. - Allen ans Licht bringen, was das Haus-Management (oikonomia) des Mysteriums ist  (E 3, 9)

-  Meine Einsicht in das Mysterium = Christus, das nun im Pneuma enthüllt wurde  (E 3, 4.5)

-  Die Oikonomie Gottes, die mir gegeben wurde, den Logos Gottes zu erfüllen, das verborgene

    Mysterium, das nun aufgeschienen ist  (K 1, 25.26)

  1. - Gott wollte euch erkennen lassen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Mysteriums ist:

   Christus in euch (K 1,27)

-  Ich darf den unausforschlichen Reichtum Christi verkünden und alle erleuchten, was die

    Ökonomie des Mysteriums ist (E 3, 8.9)

-  Gott wollte bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Mysteriums unter den

    Völkern ist, nämlich Christus in euch  (K 1, 27)

  1. - Damit ihre Herzen hingeführt werden in die Erkenntnis des Mysteriums Gottes: Christus, in

    dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind  (K 2, 2.3)

(Teil III)

  1. 3.Pleroma (Fülle): Einheit von Universum - Gott - Menschheit

  2. 4."Das Wachstum Gottes wachsen lassen" (Kol 2, 19)

  3. IV.Offenbarung (Enthüllung) des Mysteriums

  4. V.Erfahrungsglauben - Erleuchtung - panchristisches

      Bewusstsein



Anhang: Auf den Spuren des Apostels Paulus in Syrien und in der Türkei

  Mit dem Begriff „Pleroma" wird eine dualistische Trennung zwischen Gott und Welt überwunden. „Pleroma" fasst die Dynamik des gesamten göttlichen Heilshandelns durch Christus zusammen vom Beginn der Schöpfung über Erlösung und Offenbarung hin zur Vollendung des Universums. Die All-Fülle ist zwar schon immer vorgegeben, entwickelt sich aber bis zur Vollendeten Fülle, wenn die gesamte kosmische und humane Evolution in diese Gott-Fülle integriert ist.

  Das Pleroma, „die ganze Fülle" ist identisch mit der gesamten materiell-geistigen, menschlich-göttlichen Wirklichkeit.  Materie und GEIST, das ungeschiedene EINE und das unterschiedliche Viele bilden eine integrierte Einheit. In dieser gläubigen non-dualen Sicht vereint „Pleroma" die Fülle des göttlichen Seins und die Vielfalt des sich entwickelnden Universums, Endliches und Unendliches, Vergängliches und Ewiges, Brahman und Maya, Bitternis und Süße, Leiden und Freuden, Katastrophen und Aufschwünge der Menschheit ...

Es gibt nichts, was sich außerhalb dieses Pleromas befände.


  Die „Fülle Gottes" ist im ewigen Ursprung und in ihrer dynamischen Entwicklung christisch geprägt: Durch Christus, das ewige Wort Gottes ist das All der Wirklichkeit erschaffen. In Christus hat Alles Bestand, in Seinem Leibe werden im Laufe der Weltgeschichte alle Polaritäten vereint. Es gibt keine kosmische Wirklichkeit außerhalb von Christus, dem Mysterium Gottes, dem Einen neuen Menschen, der das Weltganze in sich vereint.


  In den exegetischen und theologischen Kommentaren ist ein auffälliger Widerstand gegen eine solche nonduale kosmisch-universale Lesart des Epheser- und Kolosserbriefes festzustellen. Eine Erschaffung des Weltalls durch Christus im Ur-Anfang oder gar eine „creatio continua" durch Christus werden in eine theologische Nische abgeschoben. Im Bewusstsein der meisten Christen sind Schöpfung/Natur/Universum und „Christus" zwei völlig unterschiedliche voneinander getrennte Wirklichkeiten. Das Leben mit Gott und Christus scheint sich danach in einer sakralen Sonderwelt abzuspielen, abgetrennt von aller Profanität und verbunden mit einem skeptisch-kritischen Bilck auf den verweltlichten, individualistischen, relativistischen,  antikirchlichen Zeitgeist unserer Gesellschaft.


  Einem solchen Fülle-Bewusstsein stehen allerdings bestimmte subjektive Konditionierungen entgegen. Auch viele Christen, die an die überfließende bedingungslose Liebe Gottes glauben, sind kirchlich-religiös auf ein Mangel-Bewusstsein vorprogrammiert. Den inneren Reichtum („unausforschlicher Reichtum Christi“ - Eph 3,8;  „erkennen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses ist“ -  Kol 1,27) und die vorgegebenen Schätze in Natur und Gesellschaft („Christus, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind“ - Kol  2,2.3) zu entdecken und zu verwirklichen, bedeutet für sie einen langen Prozess der Umorientierung.

  In den grundlegenden christosophischen Aussagen des Epheser- und Kolosserbriefes tun sich Horizonte und Dimensionen auf, die weit über dogmatische und konfessionelle Grenzen hinausgehen.

PLEROMA

Einheit von Materie, menschlichem Bewusstsein und göttlichem GEIST

(Teil II)

Eine universale postmoderne Christosophie in den Briefen des Paulus an die Gemeinden in Ephesus und Kolossä

  1. I. Das Alles (griech.: ta panta)  -  "Es geht ums Ganze"

  2. II. Das Eine (griech.: to hen)  -

   Einheit in Vielheit

   Abbau von trennenden

   Mauern - Vereinigung von

   Polaritäten"

  1. III.Die „Oiko-nomie“ des 

   Christus-Mysteriums 

   (Evolution = Christogenese)

  1. 1.Unser blauer Planet (und das Universum) als Haus - griechisch: oikos

  2. 2.Die Kirche und das Weltganze

   als Leib Christi

(Teil I)

Von einem personalen zu einem transpersonalen Christus-Bewusstsein

  1. 1.Entwicklung der Christus-

    Erfahrung und Christus-

    Deutung im NT

  1. 2. Hildegard von Bingen:

    Kosmische Christosophie

  1. 3. Barbara Marx Hubbard und

    ihr Konzept einer Bewussten

    Evolution

  1. 4. Ken Wilber: Transformation

    von Bewusstseinsstufen -

    Integrale Spiritualität

  Wenn sich christliches Glauben immer noch - vor-modern - in einem statischen Weltbild aufhält, wird  die Schöpfung primär angesehen als Bühne für das Drama der Erlösung vor 2000 Jahren und für die Wiederkunft Christi und das Weltgericht am Ende der Zeiten und nicht als der eigentliche und bleibende Ort der göttlichen Präsenz und kreativen Transformation. Die göttliche Ökonomie - man könnte übersetzen: das göttlich-evolutionäre Haus-Managemant des gesamten Universums - hat immer die Totalität von Materie, Leben und Geist und ihre dynamische Entwicklung im Blick und im Sinn, und nicht nur das Seelenheil der Mitglieder von Sondergruppen. Das Alles soll nach Eph 1, 10 in Christus unter Einem Haupt und in Einem Leibe transformiert und vereint werden. Und diese Evolution des Ganzen geschieht mit göttlicher  „Dynamik" und „Energie" (zwei in Eph und Kol beliebte Ausdrücke für das Handeln Gottes, die im christlichen Glauben eine sehr untergeordnete Rolle spielen).

  In seinen späten Lebensjahren öffnete sich sein vorrangiges Interesse an dem geist-lichen Aufbau der christlichen Gemeinden, an dem „Bau der Kirche im GEIST", für die Erkenntnis einer göttlichen Baugeschichte  des gesamten Kosmos.

  Zwei Aussagen des Heiligen Paulus transzendieren sogar die christische Kosmologie von Teilhard de Chardin, der im 20. Jahrhundert den Christus-Glauben mit der modernen Evolutionstheorie versöhnte, und die zweite wird in der Regel - losgelöst vom biblischen Text - sogar als unchristliche Blasphemie verurteilt, weil sie das Bild eines unveränderlichen, von der Schöpfung getrennten Gottes in Frage stellt.


  1.  In der Vorstellung von Paulus wird das Wachstum der Schöpfung auf den Punkt Omega hin nicht nur vorangetrieben durch Christus selbst, den Ur-Anfang Alpha und die immanente Energie der Evolution, sondern wir, die Menschen, sind die eigentlichen Kreatoren dieses kosmischen Prozesses: „Wir lassen das Alles auf Christus hin wachsen" (Eph 4, 15).

  Paulus verwendet das griechische Verb „auxanein" also nicht nur intransitivisch („Bäume wachsen"), sondern auch transitivisch: etwas zum Wachsen bringen, wachsen lassen. „Auxanein" weist eine Fülle von Konnotationen auf:  verbessern, vermehren, vergrößern, beschleunigen, intensivieren in Qualität und Quantität, vorantreiben, veredeln, ankurbeln, modernisieren, beleben, bewerkstelligen, aktivieren, steigern, optimieren, neu gestalten, ausgestalten, erhöhen, ausführen, erbauen, ausbauen, zur Vollendung bringen, vollenden, vervollkommnen, vervollständigen, kultivieren, weiter entwickeln ... In diesen Aktivitäten wird anschaulicher, wie das „Wachsen lassen der gesamten Wirklichkeit auf Christus hin" konkreter aussehen könnte.

Jede aktive Entwicklung auf höhere Stufen von Bewusstsein, von Solidarität und Freiheit durch uns Menschen ist ein Beitrag zur „Amorisierung und Pleromisierung des Alls", zur Belebung, Optimierung und Vollendung der gesamten Schöpfungsgeschichte.

   Auch die Aussage von Paulus in Eph 4, 15.16:  „Wahrhaftig und in Liebe lassen wir das Welt-All auf IHN hin wachsen, der das Haupt ist, Christus, von dem her der ganze Welt-Leib in einem harmonischem Gleichgewicht gehalten und gefestigt durch jedes Band der Unterstützung, je nach der Energie und dem Maß eines jeden Gliedes, das Wachstum des Leibes schafft zum Aufbau Seiner Selbst in Liebe"  -- nimmt Erkenntnisse der Moderne („conscious evolution“) vorweg:

- Wir, die Menschen, sind verantwortlich für den Aufbau, die  Humanisierung des Weltleibes, und

- Jede*r trägt dazu bei nach dem Maß seiner individuellen Begabungen.


  2.  Die zweite Aussage könnte die traditionelle Gotteslehre in ihren Grundfesten erschüttern:  „Durch Christus lässt der ganze Welt-Leib das Wachstum Gottes wachsen" (Kol 2, 19).

  Das Wachstum Gottes wachsen lassen? Gott wächst und wir tragen dazu bei? Eine solche Vorstellung wirft alle gewohnten statischen Bilder von einem Gott um, der ewig unverändert und gleich bleibt. Aber diese vermeintlich häretische Aussage kann unser Gottes-Bewusstsein auf neue Stufen heben und zu der Einsicht inspirieren, dass Welt und Gott, Evolution und Absolutes, Schöpfungsentwicklung und Göttlicher GEIST eine dynamische Einheit bilden. Die sog. „Prozesstheologie" hat dazu neue Modelle entworfen.

  Wenn wir uns von einem dualistischen Weltbild verabschieden und damit von einem supranaturalen „Gott" in der Gestalt eines Klempners, Patriarchen oder eines Ruheständlers, der sich auf eine einsame Insel zurückgezogen hat, bleibt für einen „Gott" Platz nur innerhalb dieser Einen Wirklichkeit, verbunden mit jedem Mikro- und Makrokosmos. Da aber diese evolutive Realität unvollkommen ist, permament im Werden, mit offenem Ausgang - wie hat das Göttliche daran teil? „Wird" etwa auch „Gott"?

Älteste bekannte Paulus - Darstellung, entdeckt 2009 in den Katakomben der Tecia

(ca .250 n.Chr.)

Ruinen des Amphitheaters in Ephesus,

in dem vermutlich Paulus seinen Christus-Glauben verkündigte in der Auseinandersetzung mit den Siberschmieden (Apg 19)

  Immer wieder musste sich die Menschheit von der Illusion verabschieden, das Rätsel des Seins endgültig entschlüsselt zu haben. Einsteins scheinbar ewig gültige Relativitätstheorie wird heute als ein durch die Quantenmechanik überholtes Modell angesehen. Die Behauptung, endlich das entscheidende "Gottes-Gen" im Gehirn lokalisiert zu haben, wurde bald von der Neurologie zurückgenommen. Unsere innere und äußere Wirklichkeit bleibt rätselhaft, ihre bleibende Geheimnishaftigkeit und letztliche Unergründbarkeit wird immer deutlicher bewusst, auch wenn eindimensional denkende Rationalisten (Wissenschaftsgläubige !) diese Erkenntnis leugnen.

  Ebenso wie diese sind auch die traditionellen monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) davon überzeugt, dass die grundlegenden Wahrheiten ein für alle Mal erkannt werden können, aber nicht durch menschliche Vernunft, sondern aufgrund von Offenbarungen durch „Gott". Dominant ist die  fragwürdige Vorstellung, das Geheimnis der Weltgeschichte sei ausgewählten Personen durch einen persönlichen Gott (durch Einflüsterung des Heiligen Geistes) wie eine Information mitgeteilt worden, die dann in einem Heiligen Buch, der Bibel oder dem Koran, schriftlich fixiert wurde, für ewige Zeiten Gültigkeit besitze und - nach kath. Verständnis -  durch das offizielle Lehramt, durch Bischöfe und Papst verbindlich tradiert und ausgelegt werde.

  Nach Paulus ist aber diese Offenbarung (griech.: apokalypsis - Enthüllung, Entschleierung, Offenlegung) keine Verbal-Offenbarung, keine einmalige sprachliche Weitergabe von ewigen Wahrheiten, sondern eine Erleuchtung des Herzens, auf die hin jeder Mensch angelegt ist, eine von Gott geschenkte Einsicht, eine alle Ratio übersteigende Einsicht in das Geheimnis des universalen andauernden göttlichen Managements. Offenbart, enthüllt, aufgedeckt, zum Vorschein gebracht durch „Gott" und von Menschen bewusst wahrgenommen wird dabei nicht nur das einmalige Handeln Gottes an Höhepunkten der menschlichen Geschichte, sondern das immerliche, ununterbrochene göttliche Wirken in jedem Segment der Wirklichkeit.

   „Es ist sehr gut denkbar, dass die Herrlichkeit des Lebens um jeden und in ihrer ganzen Fülle bereit liegt, aber verhängt, in der Tiefe, unsichtbar, sehr weit. Aber sie liegt dort, nicht feindselig, nicht widerwillig, nicht taub. Ruft man sie mit dem richtigen Wort, beim richtigen Namen, dann kommt sie."

(Franz Kafka: Tagebücher 1910-1923 - Kapitel 13, 18. Okt. 1921)

  1. 2. Erneuerung durch „GEISTbestimmtes Denken" - Erleuchtung - „Erlösung“ durch ein

     erwachtes Christus-Bewusstsein



  Auffällig ist im Epheser- und Kolosserbrief die Betonung von persönlicher Erkenntnis, Erleuchtung, Weisheit und Einsicht in das im geschichtlichen und ewigen NUN enthüllte Mysterium Gottes : „Christus".  Das sind die zentralen Intentionen der Verfasser der beiden Briefe, dass ihre Leser und  Hörer


- aus dem Schlaf erwachen und von den Toten auferstehen, damit sie das Leuchten Christi  wahrnehmen (E 5, 14)

- die frühere Nichtigkeit ihres Denkens, ihre Verfinsterung im Sinnen, Unwissenheit und Stumpfheit des Herzens überwinden (vgl. E 4, 17-19)

  1. -in das volle Bewusstsein des Christus-Mysteriums hineinwachsen (K 1, 10)

  2. -in ihrem Herzen erleuchtet werden (    )

- erfüllt werden mit Weisheit (Christosophie) und geistgewirkter Einsicht

  1. -erneuert werden in einem Bewusstsein und Denken, das vom GEIST (pneuma) Christi bestimmt ist    (E 4, 23)

4.  Panchristisches Bewusstsein


  Der Evangelist Johannes, der Apostel Paulus und anonyme Schüler von ihm haben die Quellen eines universal-mystischen Christentums erschlossen. Mystikerinnen und Mystiker des Mittelalters und postmoderne Denker wie Teilhard de Chardin haben sie weiter zum Sprudeln gebracht.

  Auf einer weiteren Webseite werden Impulse aus hinuistischer und buddhistischer Weisheit bedacht, die eine postmoderne christliche Mystik und Universalität neu inspirieren könnten.

     Die Enthüllung des universalen Mysteriums durch „Gott" ist abhängig vom Bewusstsein des Empfängers. Ja: nur im menschlichen Gewahrsam - in einer Kombination von Herz und Kopf - kann Gottes-Bewusstsein stattfinden. Das Geheimnis wird zur Wahrheit, griech.: aletheia - Unverborgenheit. Das ewige Nun (E 3,5) offenbart sich immer wieder bis zum Ende der Zeiten in (!) konkreten Menschen, in Jesus, in Buddha, in Teresa von Avila und in Dir und mir in dem Einen GEIST. Das Dritte Auge öffnet sich für den GRUND der Welt und des eigenen Herzens; eine transrationale Bewusstheit, die Ratio und liebende Emotion integriert hat, ist gewachsen oder ist überraschend bereit für die Erkenntnis: DAS ist es. Christlich sozialisierte Menschen nennen dieses im Grunde unnennbare DAS, diese „Lichtung des Seins“, dieses Alles umschließende und aufschließende Mysterium: „VATER“, „CHRISTUS“ und „GEIST“.

1.  Glauben aufgrund eigener Erfahrung


  Wie kommen wir zum Glauben an CHRISTUS? Eine Standardantwort lautet: Über das Hören des Evangeliums, der Frohen Botschaft, so wie sie vor knapp 2000 Jahren aufgeschrieben wurde und durch die Kirche ausgelegt wird. Das bedeutet: Nach dem Tod der Apostel und anderer Augen- und Ohrenzeugen des historischen Jesus kommen weitere Generationen zum Glauben an Jesus den CHRISTUS (nur ?) über die aufgeschriebenen Bezeugungen in der Bibel. Während man den Erstglaubenden (12 Apostel; 72 Jünger; Frauen, die Jesus begleiteten) eine unmittelbare Face-to-face-Erfahrung zuschreibt, erwartet man von den später Glaubenden, dass sie den urspünglichen Augenzeugen vertrauen und ihre überlieferten Aussagen nachvollziehen und für wahr halten. Ein solches äußerliches Offenbarungs- und Glaubensmodell wurde in der Kirchengeschichte bis heute favorisiert oder sogar monopolisiert, obgleich schon durch Paulus ein anderes, inneres, auf Eigenerfahrung gründendes Modell Geltung erlangte und in den Kanon der Heiligen Schriften aufgenommen wurde. Er, der den historischen Jesus wahrscheinlich nie gesehen und gehört hat, versichert dezidiert im Galaterbrief (geschrieben 54 n.Chr., also vor der Abfassung der Evangelien), dass er seine Christus-Botschaft nicht von Menschen übernommen und gelernt,  sondern durch eine persönliche Offenbarung Christi empfangen habe.: „Als es Gott gefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren (enthüllen), damit ich ihn unter den Völkern verkündige - da zog ich keinen Menschen zu Rate. Ich ging auch nicht sogleich hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich ging weg nach Arabia und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück. Drei Jahre später ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas (Petrus) kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm" (Gal 1) (s. auch http://www.adolf.frahling.de/Webseite/Damaskus_Antiochia.html)

Geographisch-begrenztes und vormodernes Welt-Bewusstsein zur Zeit der Entstehung der Bibel

Postmoderne Einblicke ins Universum

Durchbrechung des kopernikanischen Weltbildes in der Neuzeit

  Wenn von Kanzeln und Kathedern über göttliche Offenbarung gesprochen wird, ist in der Regel von einer Selbstmitteilung „Gottes" an die Patriarchen des Volkes Israel (Abraham, Isaak, Jakob und Mose), die jüdischen Propheten (Jesaja, Jeremija, Amos, Hosea u.a.) und hauptächlich von der unüberbietbaren Epiphanie „Gottes" in Jesus von Nazareth, dem „Wort Gottes" par excellence die Rede. Die allezeit und überall präsente Kosmische Offenbarung „Gottes" bleibt meistens unbedacht und unbesprochen.

Dabei stellt die biblische Offenbarung mit ihrem semitischen und medtiterranen Hintergrund nur einen bedeutsamen Mosaikstein innerhalb der gesamten kosmischen Manifestation und Selbst-Offenbarung „Gottes" seit ca. 14 Milliarden Jahren - oder besser: innerhalb der Anthropogenese seit ca. 2 Millionen Jahren dar. Denn göttliche Offenbarung setzt menschliches Bewusstsein voraus.

Die Kosmische Offenbarung umfasst auch die Biblische Offenbarung

  Das von „Welt" untrennbare „Göttliche" offenbart sich „zwangsläufig“ in Allem, was existiert. In dieser Sichtweise ist die gesamte Wirklichkeit - die Evolution des Universums, die Aufschwünge und Katatstrophen der Menschheitsgeschichte, die äußeren und inneren Wahrnehmungen jedes Individuums, der Garten, in den ich schaue, meine Gedanken, Erinnerungen und Hoffnungen, meine Körperempfindungen etc. etc. etc. --- eine Manifestation „Gottes". Das ewige Absolute ist aus sich herausgetreten und hat sich inkarniert und inkarniert sich ununterbrochen in den Wundern und Schrecken der Natur und den konkreten Leiden und Freuden der menschlichen Geschichte. Die  kosmische oder universale Selbst-Offenbarung „Gottes" ist potentiell jedem Menschen jederzeit und allerorts zugänglich.

  In diesem allumfassenden Prozess der kosmischen Offenbarung „Gottes" erleben einzelne Menschen und Gruppen Sternstunden, in denen sie sich dem Göttlichen Mysterium sehr nahe fühlen oder das unverbrüchliche Einssein mit „Gott" und Universum evidente Gewissheit wird. Zu diesen Sternstunden der Menschheit zählen auch die vielfältigen Facetten der biblischen Offenbarung. Die „von Gott stammenden" Tiefenerfahrungen, die Mose oder David oder Jesus oder Paulus gemacht und weitergegeben haben, sind von nachfolgenden Generationen bedacht und als eigene Möglichkeit entdeckt worden. Die Basis-Dokumente des Glaubens haben das Eine Ur-Licht auch in ihnen entzündet und sie bewegt, das göttliche Leben des Lebens in Allem, was existiert, zu suchen und zu finden.

Ach, HERR, enthülle uns das Leuchten Deines Angesichts (Psalm 4, 7)

  Im traditionellen Christentum spielt die Vorstellung einer Vermittlung des göttlich-menschlichen Heils durch Jesus und die Kirche eine überdominante Rolle.

  Ein von Gott gesandter Vermittler - Jesus, der Sohn Gottes - habe den Heilsplan Gottes ein für alle Mal offenbart und die sündige Menschheit durch seinen Kreuzestod erlöst und mit Gott versöhnt.

  Das göttliche Werk der Heilsvermittlung werde durch die einzig wahre Kirche fortgeführt. Nur durch Annahme der offenbarten Lehre Gottes, die der Kirche unfehlbar anvertraut sei, und des sakramentalen Wirkens der Kirche könne der einzelne Mensch sein Heil erreichen. Ohne Taufe (und Beichte seiner Todsünden) verbleibe der Mensch im Status der Nicht-Gottes-Kindschaft (Erbsünde) und der Unerlöstheit. So lebten auch Katholiken, die nach einer Scheidung eine zweite Ehe geschlossen hätten, in schwerer Sünde (Todsünde) und seien zwangsläufig vom Empfang der Eucharistie ausgeschlossen und natürlich auch vom Ewigen Leben nach dem Tod.


  Dieses Offenbarungs- und Erlösungsmodell, dass das Heil notwendig durch einen Gottmenschen und eine bestimmte Institution vermttelt werde, hatte häufig eine autoritär-legalistische und ritualistische Glaubenspraxis zur Folge, auch wenn immer wieder betont wurde, dass die verkündeten Glaubensgrundsätze im Herzen der Gläubigen verwurzelt und mit innerer Überzeugung erfüllt sein müssten. Dennoch wurde eine unmittelbare Gottesbeziehung häufig als häretisch und unverbindlich-subjektivistisch abqualifiziert.

  Diese unmittelbare Christus-Begegnung von Paulus vor Damaskus, die er in weiteren Briefen als innere Enthüllung des göttlichen Mysteriums und Erleuchtung des Herzens bezeichnet, stellt einen weiteren, von der institutionellen Kirche aber wenig geschätzten Prototyp für den Glaubensweg der nachfolgenden Generationen dar. Bis heute berufen sich Christen, ob zu Mystikern erhoben oder „Normal-Glaubende", auf eine persönliche Erfahrung mit dem lebendigen Christus.

  Im Übrigen ist der anfängliche Glaube von Petrus, Maria Magdalena, Kleophas und den anderen Augen- und Ohrenzeugen erst nach dem Tod Jesu vollends erwacht. Die sog. „Erscheinungen" des Auferstandenen haben wir uns wohl vorzustellen als überraschende innere Erfahrungen seiner Jünger und Jüngerinnen, als die wachsende Gewissheit, dass in ihrem „Herrn und Meister" das wahre Licht der Welt aufgeleuchtet ist.

Pan-en-christismus - En-pan-christismus - Panchristismus

(Alles in Christus  - In Allem Christus - Alles ist Christus)

Demnächst

Ach, DU, enthülle uns das Leuchten Deines Angesichts  (Psalm 4, 7)

  Erwachen, erleuchtet werden, auf neue Bewusstseinsstufen gelangen - das sind Kategorien, deren „Sitz im Leben“ ein Mitteleuropäer wohl eher in östlichen Weisheitstraditionen vermutet als in biblischen Schriften oder in katholischer Glaubenspraxis. Konditioniert auf ein einseitiges personales Gottes- und Christusverständnis und auf das Modell einer objektiven Erlösung von außen, wurden solche „subjektivistischen“ Grundlinien im Christentum gerne übersehen oder an den Rand gedrückt. Als Begründung für die Ablehnung von kosmischer Christologie und Gnosis (Erkenntnis) im Epheser- und Kolosserbrief diente insgeheim auch die bibelwissenschaftliche Erkenntnis, dass wahrscheinlich nicht Paulus der authentische Verfasser ist. Den Brief an die Kolosser stufte man als „Pseudepigraph“ ein, als Fälschung, als Schrift mit falscher Angabe der Verfasserschaft. Dennoch zählte man ihn nach wie vor zu den kanonischen Schriften der Bibel, die das Wort Gottes zuverlässig enthielten. Diese Einschätzung wird heute allgemein geteilt: nicht Paulus ist der Verfasser, sondern jemand aus dem Kreis seiner Schüler. Leider folgte aus dieser Einsicht eine starke Abwertung und theologische Vernachlässigung dieses Briefes mit seiner kosmischen Christologie.

3.  Relevatio continua - Göttliche Offenbarung vielerorts und jederzeit bis heute


  Die theologische Konsequenz könnte aber eine ganz andere sein - die Einsicht, dass die „Offenbarung Gottes“ nicht „mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen“ ist, sondern auch nach dem Tod der Apostelfürsten Paulus und Johannes weiterhin stattfand, und zwar über ihre Schüler und andere vom göttlichen GEIST inspirierte „Christianer“. Schon in der Weiterentwicklung der Evangelien durch Paulus ist ein Offenbarungs- und Erkenntnisfortschritt wahrzunehmen; seine Christus-Mystik („Wir in Christus / Christus in uns) transzendiert das von den synoptischen Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas vorgestellte personale Bild von Jesus, dem von Gott gesandten Messias. Durchdrungen von einem transpersonalen mystischen, teilweise universalen Christus-Bewusstsein ist auch das Johannes-Evangelium („Bleibt in mir und ich in euch!“ / „ICH BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben“ /  „Durch Christus, das Wort Gottes, ist Alles geworden, was geworden ist“).

  In dem als Pseudepigraph abqualifizierten Kolosserbrief, der wohl von Schülern des Paulus nach seinem Tod verfasst wurde, wird eine weitere tiefere Inspiration und höhere Offenbarungsstufe erkennbar. Die bisherigen Einsichten in das Mysterium Gottes, „CHRISTUS“, das in Jesus aufgeleuchtet ist (Evangelisten) und das in den Christen lebendig ist und in dem sie leben dürfen (Paulus), öffnen sich in universale Weiten: „In CHRISTUS sind alle Schätze der Weisheit und Erkennnis verborgen“,  „CHRISTUS ist Alles und in Allem“. Der Ort der Christus-Enthüllung, des Mysteriums Gottes ist also „Alles“, die Gesamtheit der Schöpfung.

   Unter dem Einfluss der griechischen Philosophie reifte dann ein panchristisches Bewusstsein heran und erreichte in manchen griechischen Kirchenvätern (Origines, Gregor von Nyssa u.a.) eine erstaunliche Blüte.