Ich fange die Kuh an der Tränke
Sie ist wild und will davonlaufen.
Es fällt schwer ihre Kraft zu meistern
Aber ich spreche zu ihr

und schließlich beruhigt sie sich.


HKD


http://www.flickr.com/photos/h-k-d

Catching the Cow  IV

Artwork: by H. Kopp-Delaney

Ich bezwinge ihn (den Ochsen)
in einem schrecklichen
Kampf.
Sein großer Wille
und seine Kraft
sind unerschöpflich.
Er stürmt
auf das hohe Plateau
weit über den Wolkennebeln,
oder er steht
in einer unzugänglichen
Schlucht.

(Originaltext)

Wie geht es weiter nach der „Erleuchtung“, nach dem Erwachen zur Einen Wirklichkeit?


  Auch wenn er schon in der überwältigenden Wesens-Erfahrung (3. Station) einen „Mystischen Tod“ gestorben ist, muss der spirituelle Sucher bis an sein Lebensende noch viele „kleine Ego-Tode“ sterben und besonders als Anfänger entschlossene „Kämpfe“ mit seinen „inneren Dämonen“ aufnehmen.

  Das während seiner Taufe im Jordan gewonnene göttliche Selbst-Bewusstsein Jesu („Du bist mein geliebter Sohn“) wird umgehend in Frage gestellt: „Und gleich trieb der Geist Jesus in die Wüste. Und er war in der Wüste vierzig Tage, versucht vom Satanas, und er war mit den Tieren und die Engel dienten ihm.“ (Mk 1, 12.13)

  In der „Wüste der vorbehaltlosen Wahrheit“ melden sich „satanische“ Einflüsterungen, „Stimmen aus der Tiefe“, das Verlangen nach Besitz, Macht und Ruhm. Mit diesen Versuchungen kommt Jesus ins Gespräch; er benennt sie und und weist ihnen einen angemessenen Platz zu. Wie das personifizierte Böse, der „Satanas“, stellen auch die „Tiere“, die bei Jesus waren, und die ihm dienenden „Engel“ „nicht Wesen der äußeren Natur dar, sie sind einzig Symbole der menschlichen Seele“ (Drewermann: Markus-Evangelium 149).

  „Es ist eine der furchtbarsten Zumutungen für einen Menschen, des Tierischen in seiner Natur innezuwerden und es nicht abzutöten... Das Tierische im Menschen ist nicht an sich schon böse oder teuflisch, und die ganze Kunst besteht darin, es gerade nicht fortzujagen oder umzubringen, sondern zum Leben zuzulassen und zu nutzen.“ (151)

  „Daß diese Einheit der Gegensätze, daß diese Synthese aus Geist und Trieb im Menschen zustande kommt, stellt ohne Zweifel das schwierigste Kunststück des ganzen menschlichen Lebens dar.“ (158)

  Jesus, Menschen- und Gottessohn, hat diese innere Balance zwischen „Tieren“, „Dämonen“ und „Engeln“ gefunden.

Vor und nach der „Erleuchtung“: Rückzug in die „Wüste“

und Kampf mit inneren „Dämonen“


Jesus von Nazareth:

Nach der „Großen Gotteserfahrung“ bei seiner Taufe im Jordan:

Auseinandersetzung mit dem „Satanas“ in der Wüste

  Der Prototyp einer Christus-Erleuchtung begegnet uns in dem Damaskuserlebnis des Paulus.

- Gott hat es gefallen, seinen Sohn in mir zu offenbaren (Das „in“ wird in der deutschen Einheitsübersetzung unterschlagen!!!) (Gal 1, 15f)

- Ich habe Jesus Christus unseren Kyrios gesehen (1 Kor 9,1)

- Ich bin von Christus ergriffen worden (Phil 3,12)

  1. -Durch (persönliche) Offenbarung ist mir das (Christus-) Mysterium kundgemacht worden (Eph 3,3)


  Was Paulus später in seinen Briefen fast nebensächlich und doch voller Selbstbewusstsein als innere Offenbarung Christi, der „Alles in Allem ist“ (Kol 3,11), darstellt, hat Lukas als ein äußerlich wahrnehmbares umstürzendes Licht-Ereignis vor den Toren von Damaskus beschrieben. Das bltzartig aufstrahlende Göttliche Licht blendet Paulus, er stürzt vom Pferd. Er hört die Stimme Christi: „Saulus, warum verfolgst du mich?“ Sein Selbst- und Weltbild wird bis in die Grundfesten erschüttert, er verliert seine physische Kraft, er muss sich führen lassen. Alles, was ihn bisher scheinbar lebendig gemacht hat, stirbt in einem Nu. Doch in dieser Leere fühlt er sich erfüllt von dem „Leben in Fülle“, von dem „Wahren Licht, das keinen Untergang kennt“. Gestorben und als neuer Mensch erwacht, lässt er sich taufen.


  Nach seinem Erleuchtungs- und Umkehrerlebnis vor Damaskus zieht sich Paulus direkt drei Jahre in die Arabische Wüste zurück.

In der Großen Leere und Stille der Wüste, im Lichte der erlebten Christophanie und konfrontiert auch mit den eigenen „Wurzelsünden“ (Rechthaberei, Fanatismus u.a.), entwickelt Paulus seine ureigene Erfahrungs-Theologie, eine Mystik des Sterbens und Auferstehens: „Ich lebe nicht mehr als Ego, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal 2, 20) „Unser alter Mensch mit seinen Leidenschaften und Begierden wurde mitgekreuzigt. Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben.“

„Lebt nicht mehr wie die Heiden. Ihr Sinn ist verfinstert. Sie sind dem Leben Gottes entfremdet durch die Unwissenheit, in der sie gefangen sind, und durch die Verhärtung ihres Herzens. Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht. Erneuert euren Geist. Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist.“  (Eph 4).


  Die Begegnung und der Austausch mit Petrus und anderen Aposteln, die den historischen Jesus selbst erlebt hatten, erfolgte erst drei Jahre später. Die Quelle seiner Verkündigung auf seinen Missionsreisen und seiner Theologie ist also nicht eine übenommene Tradition, sondern eine ureigene pneumatische Christus-Erfahrung, die sein bisheriges Leben (Saulus der Christenverfolger!!) umkehrte und verwandelte und die in einer längeren Wüstenzeit durch weitere In-Erfahrungen (Christus in mir; Wir in Christus) bekräftigt wurde.

Rückzug in die Wüste durch

Antonios und andere Wüstenväter


Ihre Sehnsucht nach Klarheit und Ruhe des Herzens

und ihr entschlossener Kampf

mit „Leidenschaften“ und vagabundierenden Gedanken

Mystischer Tod und

Mystische Auferstehung

(Zensho W. Kopp)

  Der Kampf des Wüstenvaters Antonius (251-356) gegen die Versuchung durch Teufel und Dämonen hat Maler seit dem Mittelalter fasziniert. Hieronymos Bosch, Matthias Grünewald, der junge Michelangelo u.v.a.m. zu Beginn des 16.Jahrhunderts, in der Moderne dann Otto Dix oder Max Ernst haben diese lustvoll erschreckende Episode aus dem 105-jährigen Leben des berühmten Wüstenvaters herausgelöst und so unsere Vorstellung von ihm einseitig geprägt. Antonius, fast immer als älterer Mann mit Bart dargestellt, wird malträtiert von einer wilden Horde der wüstesten und seltsamsten Dämonen, bizarren  Phantasiewesen mit tierischen Elementen; häufig taucht die Versuchung auch in Form einer schönen Frau auf.

  Die ausführliche Hagiographie des Heiligen Antonios, ca. 360 kurz nach dessen Tod von Athanasius von Alexandrien verfasst, malt umfassender das exemplarische Leben eines konsequenten Gottsuchers. Sie preist Antonios als „Stern der Wüste“, „Leuchter und Hirte der Mönche“, der „den seelenverderbenden Trug der Dämonen“ aufdeckte.

  Nach dem Tod seiner begüterten Eltern vollzieht der 20-jährige eine radikale Lebenswende. Er hört im koptischen Gottesdienst die Worte Jesu: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe deinen ganzen Besitz und gib das Geld den Armen!“ und „Sorgt euch nicht um morgen!“. Er verschenkt Haus und Hof „an die Armen“ und beginnt ein asketisches Leben als Eremit, um Christus mit ungeteiltem Herzen nachzufolgen. Fasten, Nachtwachen, unablässiges Gebet und Handarbeit bestimmen seinen Tagesrhythmus.

  Auf dem Gemälde von Joos van Craesbeeck (um 1650) sitzt Antonios (wie Buddha bei seiner Versuchung durch Mara) unter einem mächtigen Baum, versunken in Heilige Schriften. Sein Innenleben ist auf der rechten Bildhälfte dargestellt. Ein überdimensionaler Kopf, der aus den Fluten eines Flusses herausragt, ist bevölkert von unzähligen tierischen und menschlichen Gestalten, die in ihn eindringen und seinem Gehirn wieder entfliehen.

  Antonios wird versucht durch seine „libidinösen Neigungen“, die seinen Geist überschwemmen und seine Herzensruhe terrorisieren wollen. Erfolglos allerdings müssen diese lasterhaften Gedanken ihn wieder verlassen und sich in Nichts auflösen.

  In der Einsamkeit beginnt das innere Drama des Kampfes zwischen der Sehnsucht nach Gleichförmigkeit mit Christus und widerständigen Seelenkräften, die er als „teuflische Verführungen“ erlebt: „Erinnerungen an den Besitz, Sorge für die Schwester, Umgang mit der Verwandschaft, Freude an Geld, Verlangen nach Ehre, Tafelfreuden und anderen Annehmlichkeiten des Lebens“.

  „Nach einiger Zeit“ verlässt der junge Ägypter diesen Ort und „geht weit weg vom Dorf“. In einem verlassenen Grabbau spielt sich dann die Versuchungsszene ab, von Athanasius ebenso drastisch geschildert, wie von mittelalterlichen Künstlern gemalt: „Mit Getöse drangen die Dämonen ein, in der gespenstischen Gestalt wilder Tiere und Schlangen, Löwen, Leoparden und Stieren, Skorpionen und Wölfen. Im Ganzen war das Gelärme aller dieser Erscheinungen schrecklich und ihre Angriffswut fürchterlich. Antonios aber lag ganz ruhig und mit wacher Seele da. Vor körperlichem Schmerz stöhnte er zwar, aber mit nüchternem Sinn, wie zum Spott, sagte er: ́Weil ihr keine Macht habt, versucht ihr, durch eure große Anzahl zu erschrecken. Typisch für eure Schwäche ist es, dass ihr die Gestalt unvernünftiger Wesen annehmt. Aber unser vertrauensvoller Glaube an den Herrn ist ein Siegel und eine Mauer zu unserer Sicherheit.`“ Da erkennen die Dämonen, dass sie auch dieses Mal keinen Erfolg haben.

  Spätere Wüstenväter und Theologen haben solche dämonischen Gefährdungen des Wahren Selbst in sog. Laster-Kataloge eingeteilt: Eifersucht und Neid, Eitelkeit und Stolz, Jähzorn, Wollust und Unkeuschheit, Völlerei und Trunksucht, Gier und Geiz, Schwermut und Melancholie (nach Drewermann: Ein Mensch braucht mehr als nur Moral).

  Als „gestandener“ Wüstenvater gibt Antonios später in seiner „Rede an die Mönche“ Auskunft über seine Erfahrungen im Umgang mit den inneren Dämonen. Als Wichtigstes nennt er dort den Rat, das Böse zu identifizieren, zu „unterscheiden“, und es auf diese Art und Weise auf Distanz zu halten und ihm keine Macht über den eigenen Willen einzuräumen.

Klarer Geist

Übung des Alltags


Dem eigenen Ego auf die Schliche und ICH BIN DA („Gott“) auf die Spur kommen

Enttrübungen, klare Einsicht durch Achtsamkeit

  Nach der Erleuchtung beginnt die Übung des Alltags, die wahrhaftige Auseinandersetzung mit allen Kräften der eigenen Persönlichkeit, die permanente Klärung des Seelenspiegels.


  Wer vom Gipfel der Wesensschau zurückkehrt, ist vielleicht schockiert darüber, wie schnell er wieder in alte Gewohnheiten schlüpft. Unerledigte Geschäfte, unverarbeitete Seelenanteile, Schattenkräfte können die erlebte Klarheit trüben und und das zurückgewonnene Grund-Vertrauen ins Wanken bringen. Auch nach einer Großen Seinserfahrung bleiben einem Rückfälle in alte Verstrickungen und seelische Erschütterungen nicht erspart.


  Wie Jesus, Paulus, Antonios oder Buddha muss jeder, der sich entschlossen auf die Suche nach dem Wahren Selbst begeben und auch, wer den Abglanz des Innersten Wesens von Allem schon einmal geschaut hat, den Kampf aufnehmen mit seinen inneren Dämonen. Trotz einer Großen Seinserfahrung bleibt man in der Regel lange Zeit verstrickt in seinen alten Leidenschaften (das, was Leiden schafft: Besitzwollen, Aversionen, Täuschungen). Bis die ausgeprägtesten Formen von Gier, Hass und Angst sich aufgelöst haben, bedarf es eines intensiven klugen spirituellen Trainings, einer langjährigen inneren Reinigung. Zeiten des Rückzugs, der Einkehr und eines alternativen Lebenstils sind dabei unbedingt notwendig, zumal sich etliche „Leidenschaften“ oder „Wurzelsünden“ in unserer westlichen Gesellschaft ein eher positives Image verschafft haben. So gelten Gier nach Besitz, ellbogenhaftes Kämpfen um Erfolg oder die unersättliche Neugierde, die Gier nach kurzzeitigen Events heute weniger als zu meidende Laster, denn als erstrebenswerte Lebensqualitäten. Bedrängender  allerdings als diese „lasterhaften“ Neigungen scheinen heute Zukunftsängste und Depressionen empfunden zu werden.


  Was schon die christlichen Wüstenväter oder Buddha und seine ersten Schüler praktizierten, die Bewusstmachung, die Unterscheidung und Benennung von beängstigenden inneren Mächten, haben in der Moderne Psychologen differenzierter erhellt. Die Psychoanalyse hilft, Verdrängungen von abgelehnten libidinösen Anfälligkeiten  aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu heben, Schatten-Projektionen und Rationalisierungen zu durchschauen und blinde Flecken aufzuhellen.

  Ein wichtiger Bestandteil der Transaktionsanalyse ist die sogenannte Enttrübungsarbeit. Das Personenzentrum ist häufig getrübt, manchmal sogar überschwemmt von Angst, Wut, Euphorie, Traurigkeit des Kind-Ich-Zustandes; oder es wird intransparent durch vorgrammierte Fühl-, Denk- und Verhaltensmuster des Eltern-Ich-Zustandes (vgl. http://www.adolf.frahling.de/Web-Site/Heilung_des_Gelaehmten.html). Trainiert wird dann in dieser Therapiemethode die saubere Unterscheidung der Ich-Zustände, um so zu einem reinen Gewahrsam und zur Freiheit von Vorurteilen und überschwemmenden Gefühlen zu gelangen.

Heute noch erhaltene Höhle des Wüstenvaters Antonios am Roten Meer in Ägypten

Gekreuzigt werden und Auferstehen wie Christus


  Auch wenn Marc Chagall (1887-1985) vermutlich zu den „schon immer Befreiten“ zählte, blieb er nicht verschont. Der plötzlche Tod seiner geliebten Frau Bella 1944 und die Erfahrung der kollektiven Vernichtung seines Volkes durch die Nazis stürzten ihn in eine tiefe seelische Düsternis, die ihn monatelang auch künstlerisch lähmte.

  Sein Grund-Vertrauen gewann er zurück über die Verinnerlichung des Kreuzestodes und der Auferstehung des Juden Jesus von Nazareth. Sein eigenes Leiden verstand er offensichtlich immer tiefer als ein Mit-gekreuzigt-Werden mit diesem Jesus und die langsame Rückkehr in seinen fundamentalen Glauben an die Göttliche Gegenwärtigkeit in Allem als mystische Auferstehung. Ausführlich ist Chagalls Prozess der inneren Transformation auf meiner Webseite „Der Gekreuzigte“ (http://www.adolf.frahling.de/Web-Site/Der_Gekreuzigte_%28Chagall%29_.html) dargestellt worden.

  Die vierte Entwicklungsstufe auf der Suche nach dem „Wahren Selbst“, die Konfrontation mit den eigenen dunklen Seelenmächten, darf nicht übersprungen werden. »Die fromme Maske fällt, das Tier kommt hervor« (Karlfried Dürckheim). „Den Kampf aufnehmen mit den inneren Dämonen“ bedeutet aber paradoxer Weise: das Kämpfen aufgeben. Die „bösen“ Leidenschaften in uns radikal, mit der Wurzel ausreißen zu wollen, erweist sich als illusionär und kontraproduktiv. Gerade die Psychoanalyse hat nachgewiesen, dass Sexualität und Hass bleibende, wenn auch zunächst beängstigende Antriebsenergien sind, deren Verleugnung, Abtötung und Verteufelung „unerwünschte Nebenwirkungen“, Selbsthass und Schuldgefühle, fördern und den Zweifel an der grundlegenden Güte des Universums noch verstärken.

  Mit welchen Mitteln kann ich wie der Hirte in der Zen-Geschichte den Ochs einfangen und zähmen?

  Wie gehe ich um mit meinen „inneren Dämonen“, mit libidinösen Neigungen und eigensüchtigen, gehässigen, neidischen, sorgenvollen, selbsterniedrigenden Gedanken?

  Wie kann ich befreit werden aus der Versklavung durch Gier, Hass und Verblendung?

Marc Chagalls Aussöhnung mit inneren und äußeren „Dämonen“

Bedrohliche animalische Kräfte integrieren


  Dass Marc Chagall die Erfahrungen des Gefährdenden, Bösen, Schrecklichen, Vernichtenden nicht ausgeklammert, sondern integriert und verwandelt hat, findet Ausdruck auf den Gemälden „Das Paradies“ (Message Biblique 1961) und „La vie“ (1964).

Schattenmächte umarmen statt bekämpfen

Jakobs Kampf mit dem Engel


  Eine der rätselhaftesten Szenen der Bibel, der Kampf Jakobs am Fluss Jabbok mit einem „Mann“, hat Marc Chagall immer wieder beschäftigt. Seine künstlerischen Bearbeitungen spiegeln seinen eigenen inneren Umgang mit diesem „Mann“, der den von Chagall sehr verehrten Stammvater Jakob in einer Phase des Übergangs überfällt, verwundet und nach einem langen nächtlichen Ringkampf schließlich segnet.

  Sowohl in seiner Darstellung des paradiesischen Ur-Zustandes des Menschen (Message biblique 1965) als auch in der Zusammenschau seines individuellen Lebens taucht in der oberen linken Bildhälfte ein riesiges, bedrohlich wirkendes, vogelartiges Tier auf. Ein mythologisches Wesen, ein Bildzeichen für mächtige animalische Kräfte. Dieses „Un-Tier“ interpretiert Chr. Goldmann als den Vogel „Phönix“, eine Metapher für Unsterblichkeit; ich sehe in ihm eher den geheimnisvollen Ur-Vogel Ziz, zumal in Verbindung und im Kontrast zu den anderen mythologischen Tiergestalten auf dem Paradies-Bild; zu Behemoth, dem gewaltigen Landtier, einem Ochsen/Löwen ähnlich, auf der gegenüberliegenden Seite und zur verführerischen Schlange in der Bildmitte, einer biblischen Abwandlung Leviathans, des mythologischen Ur-Drachens. Diese auffälligen Tierwesen darf man als dunkle animalische Seelenanteile des Menschen deuten, auch in seinem gottgewollten paradiesischen Ur-Zustand. Es findet kein Kampf mit ihnen statt, vielmehr sind sie integriert in eine polare Harmonie.

  Einbezogen sind auch dunkle „weibliche“ Personanteile, am linken Bildrand in der mythologischen Gestalt der Lilith dargestellt und und nur dem achtsamen Betrachter erkennbar. Facettenreich sind die Projektionen des jeweiligen Zeitgeistes auf diese Frau: nächtlicher Vampir, weiblicher Nachtdämon, erste Frau Adams, heute eher ein positive feministische Repräsentantin.

  Chagall hat den biblischen Garten Eden, in buddhistischer Terminologie: das „Reine Land“,  nicht gemalt als eine Wellness-Oase oder ein bequemes Schlaraffenland mit perfekter Bedürfnis-befriedigung ohne Anstrengung.

  Der im Garten von Eden erwachende Adam („Erdling“) ist durchströmt vom Goldglanz Gottes und ist ganz bei sich Selbst. Er ruht in der Herrlichkeit der göttlichen Liebe und Vereinigung, im inneren Frieden mit seinen unbewussten animalischen Personanteilen, dargestellt in den Blauzonen des Bildes und den übergroßen Tiergestalten an den Bildrändern.

  Dass Marc Chagall sich ausgesöhnt hatte mit persönlichen  Schicksalsschlägen (Bellas Tod) und kollektiven Tragödien (Holocaust), dokumentiert sein autobiographisches Kunstwerk „La Vie“ (S. 43). Die Polaritäten seines Lebens - bildhaft dargestellt in dem riesigen animalischen Wesen und auf der anderen Seite durch den großen Engel, der den er-innernden Maler umarmt - werden zusammengehalten durch den rotierenden vielfarbigen Kreis der Transzendenz und die Hochzeits-szene in der Mitte des Bildes.

Jede von uns hat einen Engel

lass uns ihn erkennen

auch wenn er als blutgieriger Dämon kommt

Jeder von uns hat einen Engel

der auf uns wartet

Lass uns nicht vorbeirasen am Jabbok

und die Furt versäumen

Auf uns wartet ein Engel


Jeder von uns kämpft mit Gott

lasst uns dazu stehen

auch wenn wir geschlagen werden

und verrenkt

Jede von uns kämpft um Gott

der darauf wartet

gebraucht zu werden

Auf uns wartet ein Kampf


Jede von uns wird gesegnet

Lasst uns daran glauben

auch wenn wir aufgeben wollen

Gib uns die Dreistigkeit mehr zu verlangen

Mach uns hungrig nach dir

lehr uns beten: ich lass dich nicht

das kann doch nicht alles sein

Auf uns wartet ein Segen


(Dorothee Sölle)

Spirituelle Übungen

Heilsame Samen von Glück, Freude und Frieden bewässern

Die Hemmnisse zu einem Teil des Wegs machen

  „Wählen Sie einen schwierigen Geisteszustand, der Ihnen beim Üben am häufigsten auffällt, zum Beispiel Gereiztheit, Angst, Langeweile, sinnliche Begierde, Zweifel oder Rastlosigkeit.

Achten Sie eine Woche lang bei der täglichen Sitzmeditation besonders auf das Auftauchen dieses Zustandes. Registrieren sie, ob ein bestimmter Gedanke oder ein Bild diesen Zustand auslöst. Beachten Sie auch, wie lange der Zustand anhält, wann er endet und was ihm folgt. Beobachten Sie, ob er jemals sehr leise und kaum merklich auftaucht. Können Sie ihn als bloßes Wispern im Geiste wahrnehmen? Schauen Sie, wie laut und stark er wird.

  Achten Sie darauf, welche Muster von Energie oder Spannung diese Spannungen in ihrem Körper widerspiegeln und ob sich irgendwelche Formen von körperlichem oder geistigen Widerstand formieren. Begegnen Sie selbst diesem Widerstand sanft und empfänglich.

  Schließlich sitzen Sie da, achten auf den Atem, beobachten den Zustand und warten darauf, dass er eintritt. Lassen Sie ihn eintreten, und schauen Sie ihm zu wie einem alten Freund.“


(Jack Kornfield / Joseph Goldstein: Einsicht durch Meditation, Arbor-Verlag, S.83)

Unser Bewusstsein gleicht einem Haus mit zwei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich das Wohnzimmer, unser „geistiges Bewusstsein“, und unterhalb der Erde der Keller, unser „Speicherbewusstsein“. Alles, was wir jemals getan, erlebt oder wahrgenommen haben, ist in Form von Samen oder als eine Art Video im Archiv des Kellers gespeichert. Wir selbst sitzen im Wohnzimmer und schauen diese Filme an, wenn sie heraufgebracht werden.

Buddha wird versucht von Mara,

dem Gott der Täuschung,

und seinen dämonischen Helfern

  Von Prinz Siddharta, dem Buddha wird erzählt, dass er vor und nach seiner Erleuchtung, nachdem er sich von den Annehmlichkeiten des Palastes und auch von dem anschließenden radikal asketischen Leben verabschiedet hatte und unter dem Bodhi-Baum saß, von Mara, dem Gott der Täuschung und des Bösen und seinen teuflischen Armeen angegriffen wurde. Er widerstand ihren Versuchungen nach Habgier und Vergnügen, und dem Ärger und der Wut, die in ihm hochkamen. Alles Angebotene durchschaute er als vergänglich und illusionär. Und so erreichte Siddharta die Buddhaschaft, reines Gewahrsein und innere Freiheit. Mara besuchte ihn immer wieder. Aber Buddha erkannte ihn: „Ach, Mara, du schon wieder?“ und freundete sich sogar mit ihm an.

  Nach der schrecklichen Konfrontation mit seinen „dämonischen Leidenschaften - so erzählt Athanasius weiter - geht Antonios, etwa 35 Jahre alt, in die Wüste, voller Begeisterung für die Reinigung des Herzens und in brennender Sehnsucht nach Gottesschau und Herzensruhe. Die Seligpreisung Jesu treibt ihn an: „Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ Dort verbringt er zwanzig Jahre in dem höhlenartigen Keller  eines verlassenen Kastells. Athanasius nennt ihn „adyton“, in Ägypten verstanden als den innersten, tiefsten, intimsten Raum

eines Tempels. Er lebt von Wasser und haltbarem Brot, das ihm alle halbe Jahre gebracht wird. Das Image eines Heiligen verbreitet sich, Besucher strömen herbei, ohne ihn zu Gesicht zu bekommen. Als diese schließlich - nach 20 Jahren - den Zugang aufbrechen, kommt er ihnen entgegen und „hervortrat Antonios wie aus dem Innersten eines Heiligtums, eingeweiht in die heiligen Mysterien und ergriffen vom Geist Gottes. Die Besucher staunten darüber, dass sein körperlicher Zustand derselbe geblieben war. Er hatte weder zugenommen noch war er abgemagert vom Fasten und vom Kampf mit den Dämonen. Seine Seele wiederum war geläutert. Denn weder war er aus Gram kümmerlich geworden, noch vor Freude ausgelassen. Weder geriet er in Verwirrung beim Anblick der Menschenmenge, noch zeigte er sonderliche Freude über ihre Begrüßung. Nein, er blieb ganz so, wie er war, da ja die Vernunft ihn leitete, und zeigte unverändert ein natürliches Verhalten.“


(H. Hanakam: Antonios der Große, Stern der Wüste, Herder-Verlag)

  Bestimmte Filme wie Ärger, Angst, Ungeliebt-sein, Gier, Aggressivität, Depression scheinen die Fähigkeit zu besitzen, ganz von selbst im Wohnzimmer zu erscheinen. Wir schauen sie uns an und fühlen uns dabei unglücklich.


  Zu lernen, solche alten Filme mit destruktiven Gefühlen und Lebensmustern anzuhalten, ihre Dauer abzukürzen und ihnen ihre Macht zu nehmen, ist der Sinn dieser Übung.


1.  Achtsam jeden Samen erkennen, wenn er aus dem Vorratslager

emporsteigt (Hinweise zum tieferen Hinschauen bietet die Vipassana-Meditation)

2.  Die Samen von Gier, Hass und Verblendung einlassen, aber nicht

bekämpfen, sondern umarmen

  1. 3. Die heilsamen Samen „wässern“, um sie noch kräftiger werden zu lassen.

Jeden einzelnen Moment, in dem wir etwas Friedvolles und Schönes bewusst

wahrnehmen, bewässern wir die Samen für Frieden und Schönheit in uns. So

werden wunderschöne Blumen in unserem Bewusstsein blühen. Je länger wir

den Samen wässern, ihn tief anschauen, bewusst ein- und ausatmen und uns

an ihm erfreuen, umso größere Kraft wird er erhalten. Wir müssen die Gewohnheit entwickeln, das zu berühren, was schön und heilsam ist.

  Durch das helle Licht der Achtsamkeit berühren wir viele wunderbare Aspekte in uns und um uns, was zur Folge hat, dass die Samen von Frieden, Freude und Glück in uns begossen werden, zugleich aber nehmen wir davon Abstand, die Samen für Leid zu bewässern.


(vgl. Thich Nhat Hanh: Das Glück einen Baum zu umarmen, Von der Kunst des achtsamen Lebens, Goldmann Verlag München 1995, S. 33 ff)

  „Jakob stand in der Nacht auf, ... und durchschritt die Furt des Jabbok. ... Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte heraufzog. Als der Mann sah, dass er ihm nicht beikommen konnte, verrenkte er ihm die Hüftpfanne und sprach: Lass mich los, denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Jakob aber entgegnete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. ... Dann segnete der Mann ihn dort.“

(1 Mose 32, 23ff)


Jakob hatte sein Leben lang seinen Zwillingsbruder Esau betrogen und ins Abseits gestellt. Nun ist es so weit: eine Konfrontation ist unausweichlich. Ein „Mann“, sein Schattenbruder - ob Dämon oder Engel, drückt der Erzähler nicht aus - überfällt ihn und ringt mit ihm die ganze Nacht. Jakob kann seinem unerlösten Schatten nicht mehr entfliehen, der ihn zwanzig Jahre begleitet hat. Er stellt sich seiner verdrängten Schuld und seiner gehässigen Chuzpe seinem Bruder Esau gegenüber und seiner Todesangst vor ihm. Er setzt sich mit seinem inneren bedrohlichen Schatten auseinander, er streitet mit ihm und wird verwundet; schließlich segnet und umarmt man einander.

IV. Ein klares Herz

Klärung des getrübten Geistes und Besänftigung von destruktiven Neigungen

Viertes Bild: Einfangen des „Ochsen“

Marc ChAgAll: „Kampf“ mit dem Engel

  Obschon der Hirte sein ursprüngliches Wesen geschaut hat, fällt es ihm schwer, im Sat-chit-ananda (Bewusstsein des Absoluten Seins und der unzerstörbaren Glückseligkeit) dauerhaft zu bleiben. Sein „Ochs“ ist noch wild und tierisch und will ihn immer wieder in den Busch der Leidenschaften, der irrigen Meinungen und in die gewohnte Welt des Dualismus zurückziehen. Noch sind Verblendungen, Anhaftungen und Ablehnungen in ihm mächtig und müssen konsequent gezügelt werden. Unaufhörlich muss der Schüler deshalb an sich arbeiten.  Trübungen des ursprünglich reinen Geistes müssen geklärt und destruktive Neigungen besänftigt werden; ständig muss der Zen-Ochsenhirt das reine, d.h. das liebende Herz erneuern.

  Die Lichtgestalten der (christlichen und buddhistischen) Mystik - Jesus, Paulus, Wüstenväter, die Heiligen Georg, Martha, Margareta, der Wüstenvater Antonios, Buddha u.v.a.m. - haben es erfahren: Im Licht des Neuen Bewusstseins werden verborgene Schattenmächte sichtbar -  furchterregende Dämonen; dunkle Triebkräfte wie Gier, Hass, Faulheit, Neid, Ehrsucht und Verzweiflung - Leben verhindernde Fühl-, Denk- und Verhaltensmuster.

  Schmerzlicher als vor der „Großen Seinserfahrung“ werden die alten Verstrickungen in Familie und Beruf erlebt. Auch nach einer beglückenden Erfahrung von Eins-Sein mit Allem und totalem Bei-sich-Selbst-Sein purzeln die tausendfachen Gedanken, Sorgen und Erinnerungen ununterbrochen wie Äffchen durch Geist und Herz. Das Erfahrungswissen, von Sat-Chit-Ananda (Sein-Bewusstheit-Glückseligkeit) nie getrennt zu sein, wird täglich auf eine harte Glaubensprobe gestellt.

      Was ist zu tun?

Nach Ansicht unserer Zen-Parabel muss der ungestüme „Ochs“ eingefangen, gezügelt und gezähmt werden. Der „innere Schweinehund muss an die Kandare genommen werden“. Diesen mühsamen und manchmal auch federleichten Prozess der Transformation bzw. Refomation des „Alten Adam“ hinüber bzw. zurück in das „Wahre Selbst“ haben kompetente „Meister des Weges“ differenziert aufgezeigt: Jesus, Buddha, Wüstenväter, moderne wahrhaft „Erleuchtete“, Psychoanalytiker und Therapeuten.

Damaskus-Erlebnisvon Saulus

(Thomas Zacharias)

Versuchung des Heiligen Antonius (Michelangelo,  Matthias Grünewald - 1510,  Otto Dix 1937)

1.  Durch Bewusstheit, Bewusstheit, Bewusstheit

durch die Reinigung des Herzens, d.h. durch Entwicklung von Klarsicht und Herzensgüte (Vipassana):

  den Dämonen ins Auge blicken, die psychischen Schattenbereiche aufhellen,

  die Wächter an den Herzenstüren in ihrer Klarsicht schulen, damit sie alle Besucher, die eintreten oder sich gewaltsam einen Zugang verschaffen wollen, erkennen, identifizieren und sie mit Namen ansprechen

(vgl. J. Kornfield / J. Goldstein: Einsicht durch Meditation)


2. Durch Akzeptanz, Gespräch mit den Schattenkräften, „Einladung zum Tee“, schließlich freundschaftliches Umarmen

(vgl. Tsültrim Allione: Den Dämonen Nahrung geben)


3. Durch Kultivierung der „Puren Präsenz“ (Richard Rohr), durch reines Gegenwärtigsein in der Göttlichen Präsenz;

  durch Bewässern der heilsamen Samen (vgl. die spirituelle Übung von Thich Nhat Hanh s.u.),

  durch die Festigung des Erfahrungsglaubens an die „Allgegenwart des Einen Geistes“ (Z.W.Kopp).

   Aufgrund des dualistisches Denkens „erheben sich deine selbstgezeugten Dämonen mitsamt dem ganzen Höllenbereich von Gier, Hass und Verblendung. Doch diese Dämonen sind keine wirklichen stofflichen Wesen. ... Sie sind vom Ich-Wahn hervorgebracht und haben keine eigene, vom Geist unabhängige Existenz. Wer das wirklich klar zu erkennen vermag, der verwandelt seine inneren Dämonen in das reine, hellklare Gewahrsein des Geistes.“

(Z.W.Kopp: Im Farbenrausch des Göttlichen 122)


  1. 4.Durch liebendes Engagement im alltäglichen Leben,

durch Aushalten der Komplexität und Kompliziertheit globaler und lokaler Verhältnisse

  Lebensbeispiele für den Überfall durch einen Dämon gibt es seit Buddha und dem Wüstenvater Antonios bis heute: tiefe Ängste in Übergangssituationen, Angst vor dem Hinfällig-Werden und dem Überschreiten des dunklen Flusses „Tod“, schwarze Depressionen, überschwemmende Schuldgefühle, Verlusterfahrungen.

  Der Angst erregende Dämon wandelt sich in der biblischen Erzählungen und den zahlreichen Darstellung durch Chagall in einen segnenden Engel oder sogar zu einem Partner, mit dem man das Leben tanzt. Der Kampf und Streit endet in einer liebevollen Umarmung. In dem feindlichen nächtlichen Gegenspieler entdeckt Jakob / Marc Chagall das Angesicht Gottes.


„Jakob gab dem Ort den Namen Pni-El (Gottes Angesicht) und sagte: < Ich habe Gott gesehen, Angesicht zu Angesicht, und meine Seele ist errettet >. Die Sonne strahlte ihm auf.“

(1 Mose 32, 23 - 32)

Paulus

Umkehr und Erleuchtung vor Damaskus

April 2012 / 2016                      Zur Startseite

  Antonios hat „den wilden und ungestümen Ochs eingefangen und gezähmt“; in einem einsamen asketischen und meditativen Training klärte er seinen Geist und beruhigte sein Herz. So zu seinem Wahren Selbst zurückgekehrt, war sein ganzes Wesen durchsichtig für das Göttliche.

  Kein Wunder, dass er immer mehr Menschen, die Heilung und Rat suchten, Zuflucht gewährte. Griechischen Philosophen, die ihn aufsuchten, um mit ihm zu disputieren, imponierte die „ungebildete“ natürliche Weisheit des ägyptischen Einsiedlers.      Mit Kaiser Konstantin und seinen Söhnen stand er im Briefwechsel. Heiteren Gesichtes starb er im Alter von fast 105 Jahren und ließ sich an einem unbekannten Ort bestatten.

5. Bild: Das Zähmen des Ochsen

Fließende Balance

zwischen Wahrem Selbst und Ego-Kräften

Stärkung des Erfahrungs-Glaubens an die ungeteilte Göttliche Essenz